In vielen Haushalten ist es üblich, etwas weißen Essig in die Toilette zu gießen, insbesondere wenn Flecken oder Gerüche auftreten. Dies ist eine einfache, kostengünstige und umweltfreundliche Methode, doch für viele Menschen bleibt unklar: Wirkt sie wirklich gegen Bakterien und Kalkablagerungen oder beseitigt sie lediglich schnell Gerüche?
Im Toilettenbereich sammeln sich täglich Feuchtigkeit, Mineralablagerungen und Mikroorganismen an. Umweltexperten weisen darauf hin, dass weißer Essig für die Toilette als mildes Säurereinigungsmittel wirkt, aber alles hängt davon ab, wie und wie oft man ihn verwendet. Genau darin liegt das Geheimnis.
Weißer Essig für die Toilette: Was bringt seine Verwendung tatsächlich?

Weißer Essig enthält Essigsäure, die antibakterielle und antimykotische Eigenschaften hat. In die Toilettenschüssel gegossen, hilft er, die Anzahl bestimmter Bakterien zu reduzieren, einen Teil der Mineralablagerungen aufzulösen und unangenehme Gerüche ohne synthetische Duftstoffe zu neutralisieren.
Konkret ermöglicht die regelmäßige Verwendung im WC:
- Kalkablagerungen und Spuren von Kalkbelag am Boden und an den Wänden aufzuweichen
- unangenehme Gerüche zu reduzieren, indem ein Teil der organischen Rückstände entfernt wird
- die Bildung neuer brauner Flecken zu verlangsamen
- die Hygiene der Toilettenschüssel mit einem kostengünstigen und leicht erhältlichen Mittel aufrechtzuerhalten
Wie man weißen Essig richtig im WC verwendet, damit er wirksam ist
Für die regelmäßige Pflege reicht es aus, ein bis zwei Tassen weißen Essig direkt in die Toilettenschüssel zu gießen und dabei darauf zu achten, dass er auf die Wasserlinie und den Boden trifft. Lassen Sie ihn 30 Minuten bis eine Stunde einwirken und reinigen Sie ihn dann mit einer Bürste, wobei Sie besonders auf den Rand achten sollten, bevor Sie die Spülung betätigen. Während dieser Zeit löst die Essigsäure einen Teil der kürzlich entstandenen Kalkablagerungen auf und erfrischt die Toilette.
Wenn die Kalkablagerungen bereits fest sitzen, empfehlen einige Methoden, einen halben bis einen Liter weißen Essig, manchmal mit etwas grobem Salz, zu erhitzen und ihn dann nach dem Spülen auf die Wände zu gießen. Das Mittel bleibt mindestens drei Stunden, idealerweise über Nacht, einwirken und sollte anschließend gründlich mit einer Bürste gereinigt werden. Heißer Essig wirkt schneller und sorgt für eine gründliche Entfernung von Kalkablagerungen.
Wie oft sollte man weißen Essig im Badezimmer verwenden, ohne es zu übertreiben?
Für die Pflege des Badezimmers reicht es in der Regel aus, einmal pro Woche weißen Essig auf die Toilettenschüssel aufzutragen, um die Sauberkeit zu erhalten und neue Flecken zu vermeiden. Einige Empfehlungen sehen vor, diesen Vorgang je nach Anzahl der Nutzer der Wohnung und der Wasserhärte alle ein bis zwei Wochen zu wiederholen. Für ein längeres Einweichen in einem Liter Essig ist eine Häufigkeit von einem bis drei Monaten geeignet.
Die tägliche Verwendung in großen Mengen bringt keine spürbare Wirkung und kann zum Verschleiß einiger Dichtungen oder Metallteile führen, wenn der Essig zu lange einwirkt. Außerdem darf er niemals mit Chlor gemischt werden, da dies zur Bildung giftiger Dämpfe führt. Die Kombination von Essig und Backpulver beeindruckt durch ihre Wirksamkeit, aber die Reaktion neutralisiert einen Teil ihrer jeweiligen Eigenschaften, insbesondere ohne gründliches Schrubben mit einer Bürste. Bei stark verschmutzten Toiletten ersetzen gezieltere Lösungen wie Zitronensäure, Percarbonat oder Soda, die separat verwendet werden, den Essig.
